Wie alles begann......

 

oder man könnte auch fragen, was ein 65. Geburtstag, Briefmarkensammler und Modelleisenbahner gemeinsam haben.

 

Es scheint kompliziert und ist doch alles so einfach:

 

Hermann Seckendorf in Hadmersleben hatte 65. Geburtstag. Und er sammelte Briefmarken und hatte auch einen Tauschpartner, um Marken aus der DDR mit denen aus der BRD zu tauschen. (Was sehr kompliziert war, hier aber nicht erläutert werden soll). Dieser Tauschpartner war der Vater des Modelleisenbahners Heinz Kleinod. Was lag nun näher, in der beginnenden Wendezeit seinen Briefmarkentauschpartner kennenzulernen und ihm persönlich zum 65. Geburtstag zu gratulieren. Und danach besuchten Hadmersleber die neuen Freunde in Holzminden, sprachen über Hobbys, lernten den Modelleisenbahner Erhard Horn kennen, besuchten sich wieder und wieder. Hauptakteure von Hadmersleber Seite waren Manfred Ansorge, Hans-Jürgen Wolter und Erhard Horn.

 

Und so langsam diskutierte man die Möglichkeiten einer kleinen Modelleisenbahn-ausstellung. Weil eine ausgetauschte Eisenbahnhalbschranke am Bahnübergang in Groß Germersleben von der Deutschen Reichsbahn nicht rechtzeitig weggeräumt wurde, lagerte sie ein Hadmersleber Modelleisenbahner „sozialistisch" um. Und diese war dann auch einer der Höhepunkte eines Gegenbesuches der Hadmersleber in Holzsminden. Nach einem ausgezeichneten Besuchsprogramm (u.a. Kloster Corvey, eine Dampferfahrt und tolle Grillparty) wurde diese Halbschranke der Deutschen Reichsbahn getauft und ziert die Gartenbahnanlage unseres Freundes Heinz Kleinod in Holzminden.

 

Nun wurde die Idee für weitere gemeinsame Aktivitäten zwischen Hadmersleben und der Holzmindener „Donnerstagsrunde" immer konkreter und der Beginn einer Freundschaft zwischen Eisenbahnfreunden aus Holzminden und Hadmersleben.

 

April 1990

 

Dies war der erste Streich....

 ... so könnte man heute schreiben. Aber wir mußten uns ganz schön anstrengen, um uns an Vieles zu erinnern. Eine Modellbahnausstellung sollte es werden - und dies in Hadmersleben? Es wurde eine - und zwar eine gelungene, ein Anfang, der manche ins Staunen versetzte, was so möglich ist und sehr viele Besucher der Modellbahnausstellung gingen, an ihre eigene Eisenbahnanlage denkend und in der Hoffnung, bald wieder eine Modelleisenbahnausstellung besuchen zu können.

Es war ein schöner, bescheidener Anfang, die Modelleisenbahnausstellung, zu der Erhard Horn und die Eisenbahnfreunde aus Holzminden in das besondere Möbelhaus am Bahnhof Hadmersleben eingeladen haben.

Gezeigt wurden die ersten Anlagenteile der Holzmindener Eisenbahnfreunde und auf zwei Kreisen verkehrten abwechselnd viele Lokomotiven und Wagenmodelle in der Nenngröße II m. Auf zwei vier Meter langen Modulen, deren Transport einiges Kopfzerbrechen bereitete (aber Bierfahrer „Manni" löst alles) präsentierte Peter aus Holzminden seine Modelle der Rhätischen Bahn. Ununterbrochen zogen sie ihre Spur durch das besondere Möbelhaus.

Gezeigt wurden sehr schöne Gebäudemodelle, von denen der Gasthof "Bei Manni" nicht nur auf der ersten Ausstellung viele begeisterte.

Vitrinen mit HO-Modellen , ausgestellt von Erhard Horn und Heinz Kleinod, ließen bei manchen alten Modelleisenbahnern - und den jüngeren selbstverständlich auch - viele Träume wach werden. Wie wurden diese Modelle bestaunt !

Eine Anlage von Faller - mit Modellen aus der Reihe Car - ergänzte die kleine Ausstellung.

In sich versunken, zufrieden mit sich und der Modellbahnwelt, demonstrierte Horst Zürner sein Können, in dem er aus leblosen Rohlingen richtige kleine Modellfiguren schuf und vielen kleinen „Preiserlein" das Leben auf HO-Anlagen ermöglichte. Und Irene half tüchtig mit.

Viele Besucher kamen, Klein und Groß, sahen und waren begeistert. Sie gingen, sich ihrer eigenen Versuche mit der Modellbahn erinnernd, Kinderträume wurden lebendig und ....

sie werden sicher zu einer nächsten Eisenbahnausstellung gern wiederkommen!

 

 

 

1991

 

 

Die Zweite war's ....

 

Ein Teil des Hornschen Möbelhauses sollte verschönert werden.

 

Was lag näher, als im Zusammenhang damit Zeit und Gelegenheit zu nutzen, wieder eine Modelleisenbahnausstellung durchzuführen. Die Hadmersleber „Eisenbahner" waren begeistert, die Freunde aus der „Donnerstagsrunde" waren sofort bei der Sache. Cheforganisator Erhard Horn begeisterte den Modellbahnfreund Thomas Alhelm aus Schermke.

 

So wurde die 2. Modellbahnausstellung im besonderen Möbelhaus am Bahnhof Hadmersleben am 7. und 8. Januar 1995 Wirklichkeit.

 

Die Mühen des Transports der Anlage aus Holzminden nach Hadmersleben, die Anstrengungen des Aufbaus waren schnell vergessen, weil der Besucherzustrom und die Begeisterung bei Jung und Alt für alles entschädigte.

 

Im Mittelpunkt stand die große LGB-Anlage. Die Module, die LGB-Modelle, Gebäude und Straßenfahrzeuge, viele bis ins kleinste liebevoll gestaltete Details begeisterten nicht nur Kenner, sondern ließen die Herzen aller Besucher höher schlagen.

 

Thomas Alhehn stellte das erste Mal seine Eigenbaumodelle (Maßstab 0) zur Schau. Sie fanden sehr viel Anklang, obwohl man die Mühe des Bauens kaum ahnen kann. Da hat sicher „der von ganz oben" die Hand darüber gehalten und mitgeholfen!

 

Modelle in der Nenngröße TT (1 : 120) , eine Fotoschau mit Eisenbahnmotiven lockerten die Ausstellung auf.

 

Was eine Modellbahnlok in der Nenngröße IIn (LGB) zu leisen vermag, bewies das Material des Modellbahnfreundes Detlef Wolf; der Gleis- und rollendes Material für die Spiel- und Bastellecke zur Verfügung stellte. Pausenlos steuerten die kleinsten „Eisenbahner" die Züge, „rasten" die Lokomotiven ohne Pause von früh bis spät und begeisterten die Kleinsten.

 

Das symbolische Eintrittsgeld - als Spende für den Verein für Lebenshilfe für geistig- und körperlich Behinderte gedacht - sechshundert Mark - wurde mit Freude entgegengenommen. Allen Beteiligten, besonders aber unseren Freunden aus Holzminden, herzlichen Dank !

 

Es war eine gelungene Ausstellung, die begeisterte. Mögen ihr noch viele folgen !

 

Presse(Wanzleber Bördebote)

 

 

 



Aller guten Dinge sind drei....

 

Gut zwei Jahre sind vergangen - Zeit, wieder eine Eisenbahnausstellung zu organisieren, um die Tradition beizubehalten - . Ja, es sind schon zwei Jahre vergangen seit der 2. Modellbahnausstellung im Januar 1995. Aber Erhard hat schon voraus gedacht und den neuen Gemeindesaal in Klein Oschersleben rechtzeitig fiir den 22. und 23. Februar 1997 gemietet, um die 3. Modelleisenbahnausstellung durchzuführen.

 

Es sollte eine Gemeinschaftsausstellung der Hadmersleber- und Holzmindener Eisenbahnfreunde werden. Und sie wurde es!

 

Es begann mit dem unendlichen Aufwand der Holzmindener Freunde, die große Anlage vorzubereiten. An einem Sonntag wurde mit zwei Transportern die Anlage nach Hadmersleben geholt. Es folgte die Anlage von Thomas aus Schermke, die gleich im Gemeindesaal aufgebaut wurde. (Man sagt, daß dem Eisenbahnzimmermann Walter Bartzak ob der Konstruktion einzelner Teile einige Haare ausgegangen sein sollen). Aber „Hochwürden" schwebte beim Aufbau seiner Anlagenteile im siebenten Himmel - wurde doch diese Anlage das erste Mal komplett aufgebaut.

 

Am 21. Februar 1997 bauten die Hadmersleben Freunde Bartzak und Wolf ihre LGB-Anlage auf und auch die Groß - LGB- Anlage wurde ein Ganzes, ergänzt durch die Module unseres Eisenbahnfreundes Erhard Horn. Unsere Holzmindener Freunde bauten bis in die Nacht . „Chefelektroniker" Heinz Kleinod meist unter der Platte, um alle Verbindungen herzustellen. Horst Zürner, Peter Berthold und Erhard Horn auf der Anlage, um alle Gebäude, Figuren und Fahrzeuge richtig zu postieren.

 

Aber es wurde alles geschafft.

 

Pünktlich wurde die Ausstellung eröffnet. Lange zuvor drückten sich viele junge und auch ältere Eisenbahnfreunde die Nasen platt, um ja bei den ersten Besuchern zu sein.

 

Um es vorweg zu nehmen, auch unsere dritte Ausstellung wurde ein voller Erfolg.

 

Die Ausstellung präsentierte eine gelungene Mischung. Natürlich stand die LGB-Anlage der Holzmindener und Hadmersleber Eisenbahnfreunde im Mittelpunkt. Mit der gigantischen Größe von 12 x 6,6 Metern liebevoll gestaltet, die den Besuchern wegen der wunderschönen Details immer wieder Begeisterung und Bewunderung entlockte.

 

Die Anlage der Eisenbahnfreunde aus Hadmersleben - Bartzak und Wolf - liebevoll auf der Bühne aufgebaut und durch Grünpflanzen, Blumen und Landschaftsgestaltung dekoriert von der Gartenbaufirma Eckstein aus Oschersieben - war für die Kleinsten und den Eisenbahnnachwuchs eine Augenweide - sie konnten in Augenhöhe alles unmittelbar erleben, für sie war es eine Eisenbahn zum Anfassen.

 

Herrliche Details waren hier der Bauernhof mit den Ställen, die wunderschönen Gebäude, die Mühle, wo auch Mutti Bartzak tüchtig geholfen hat, der Imker mit seinem Bienepavillion und vieles andere mehr.

Unser Modellbahnfreund Thomas Ahlhehn war in seinem Element. Seine Anlage wurde in dieser Form zum ersten Mal komplett aufgebaut. Er hat sich den amerikanischen Eisenbahnen verschrieben und präsentierte seine mit viel Mühe, Modellbaukönnen und Liebe gebaute Anlage im 0- Maßstab. Seine selbstgebauten Lokomotiven und Wagenmodelle begeisterten.

Für Kenner war die Anlage von Christian Kunad. Hier zeigte es sich, daß auch die neueste Technik vor der Modelleisenbahn nicht Halt macht. Mit modernster Steuerungstechnik steuert er mit Computerunterstützung seine HO-Anlage. Modellbahnexperten zogen den Hut.

Stolz präsentierte Marion Römmer ihr Steckenpferd auf unserer Ausstellung und begeisterte: Sie zeigte ca 200 Postkarten aus den Orten der Verwaltungsgemeinschaft Bodeaue. Die historischen Ansichten aus unseren Orten, die den Eltern, den Omas und Opas, die mit ihren Kindern und Enkeln kamen, (und am nächsten Tag nochmals mit anderen Freunden wiederkehrten, um sich das Dorf von „anno Dazumal" anzusehen) und auch den Jüngeren, die sich oft fragten, wo denn dies eigentlich war.

Was doch die Zeit alles verändert!

Der Eintritt war auch zu unserer dritten Eisenbahnausstellung frei. Wir baten um eine kleine Spende, der nach Abzug der Kosten der Lebenshilfe Kreisvereinigung Wanzleben e.V. überreicht wurde. Dieser Verein bereicherte unsere Ausstellung. Über 25 Torten und Kuchen wurden von den Vereinsmitgliedern und unseren Modelleisenbahnerfrauen gebacken und zur Verfügung gestellt. Nach der Besichtigung der Modellbahnausstellung konnten sich die Besucher von den Mühen bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen erholen.

Auch wir Modellbahnfreunde aus Holzminden und Hadmersleben stießen mit den Sponsoren nach erfolgreicher Arbeit an und genossen ein paar schöne Stunden am „Wasserturm."

Es war - und der Meinung waren auch die etwa 1.500 Besucher der dritten Modellbahnausstellung - eine ringsherum gelungene Ausstellung,

Im kleinen Dörfchen Klein-Oschersleben, es zählt etwa 800 Einwohner , waren an beiden Tagen Parkplätze eine Rarität. Wer zählt die Völker, wer die Namen, die auf den Autokennzeichen zu lesen waren: HM, BÖ, GF, WB, MD, QLB, WE, OC, SFT, HAL, ASL, QFT, HE, HBS, WR, Het und viele mehr.

Mögen einige Zeitungsberichte und Fotografien von dieser Ausstellung sie in Erinnerung weiter leben lassen!

 

 

3 MBA 1997 und Presse(Wanzleber Bördebote)

 

 

 

 

 



Es war der Vorhof des Himmels für Modelleisenbahner !!

Die 8. Intermodellbau in Dortmund

 

Fünf Tage in Dortmund  - und wir stellten mit aus.

 

Um es vorweg zu sagen, es war toll und wird auch für erfahrene Modelleisenbahner ein unvergeßlicher Höhepunkt bleiben.

Mit dem neuen Kleintransporter des besonderen Möbelhauses und einem weiteren Kleintransporter ging es von Hadmersleben über Holzminden nach Dortmund. Heinz und Klaus waren schon als „Platzbauer und Quartiermacher" voraus. Himmel hilf - was für ein Durcheinander in Halle 6, unserem Standort. Nach Begutachtung der Stellfläche wurde ausgeladen und zuerst einmal die Fresserei in der „Kombüse" untergebracht und dann Kaffee gekocht.

Frisch gestärkt begann der Aufbau der Anlage, der dann gegen 19 Uhr abgeschlossen war. Heinz hatte Schwerstarbeit unter den Platten geleistet, aber gute, denn die Elektronik spielte mit und die Bahn fuhr! Horst, Erhard und Peter komplettierten die Anlage oberhalb, stellten Fahrzeuge, Modelle und Figuren in die richtige Position, Klaus und Manfred sorgten für das leibliche Wohl. Alle waren zufrieden. Es war ein gelungener Aufbautag.

Dann der erste Ausstellungstag, jetzt ging es los. Pünktlich neun Uhr wurden die Hallentore geöffnet und die Massen strömten in die Halle. Unsere Modul-Anlage löste Begeisterung aus, bei Kennern und Modellbauern, bei Klein und Groß, bei einfachen Besuchern und Experten. Heinz und Peter sowie Erhard ließen die Züge rollen, an den ersten Tagen von früh bis spät, am liebsten ohne Pause. In der „zweiten Schicht" durften dann auch Klaus, Horst und Manfred mal an die Regler. Es machte unwahrscheinlich Spaß, auch deshalb, weil wir fünf Tage lang die Anlage vorführen durften.

Die Telefonanlage zur Verständigung funktionierte, nervte manchmal etwas. Erhards Eigenbau- Drehscheibe bestand ihre Funktionsprobe hervorragend und bewährte sich ausgezeichnet.

Experten und solche die es werden wollten, überhäuften uns mit vielen Frage, Heinz schien unabkömmlich. Ja, es war kritisch, wenn Heinz mal nicht am Stand war, sei es, daß gerade dann die Elektronik nicht so wollte, wie sie sollte oder ein Kontakt wackelte oder eine ganz spezielle Auskunft zu Steuerungsproblemen gewünscht wurde. Aber es lief alles so hervorragend, daß unser Horst sich - wie auch sonst auf den Ausstellungen - an sein Tischchen setzte, seinem besonderen Hobby frönte, nämlich Figuren mit hoher Kunstfertigkeit bemalte, dabei seine Zigarre und eine Tasse Kaffee genoß.

Überhaupt, auch unsere Küche funktionierte. Jeder hatte seinen Korb mit Getränken und Fressereien dabei. Allein von dieser Warte aus hätte die Schau noch ein paar Tage dauern können. Klaus und Manfred teilten sich redlich in die Küchendienste und versorgten zwischendurch und zu den Mahlzeiten hervorragend. In diesem Punkt waren wir die Allerbesten. Höhepunkt waren - für uns, aber auch für die Zuschauer - die Dienstfahrten. Da fuhr nämlich ein Sonderzug, aus einer Lokomotive und einem offenen Güterwagen bestehend, zur Freude von uns den Kaffee und Kuchen aus unserer Kombüse zu den dürstenden Eisenbahnern und brachte auch mal für besondere Genießer ein „Gläschen aus dem Wasserturm" zum gewünschten Bahnhof.

Wir alle genossen die Tage in Dortmund. Wir hatten Zeit, uns vieles anzusehen, Erfahrungen zu sammeln und einzukaufen, neue und alte Bekannte zu begrüßen. Wir waren herrlich untergebracht, was auch zum Wohlbefinden beitrug.

Es ging uns sehr gut, bis auf unsere Füße. Die taten den meisten schon am zweiten Tag so weh, dass auch daß nächste Paar Schuhe nicht mehr helfen wollte.

Ausgezeichnet mit einer Urkunde, versehen mit vielen Einladungen zu weiteren Veranstaltungen und Ausstellungen und in dem Wissen, auch mit unserer Anlage einen Teil zum Gelingen der Intermodellbau beigetragen zu haben, stellten wir übereinstimmend fest:

Es war ein Erlebnis, in Dortmund dabei gewesen zu sein.

Und: Auf ein Neues im Jahre 1998!

 

 

 

 

 

 

Modell & HobbY 1998 in Leipzig

 

Der Termin für die Ausstellung MODELL & HOBBY 98 in

Leipzig vom 15. - 18. Oktober 1998 war lange in unseren Kalendern eingetragen. Wir wollten gern unsere Modulanlage ausstellen. Aber es gab einige Probleme - man wollte uns, aber nur mit halber Besatzung, und und.... Zum Glück klärte sich vieles und wir erhielten die Einladung. Welche Freude in Holzminden und Hadmersleben.

Nun wurde wieder verstärkt gebaut, verfeinert, gestaltet. Mit Lötkolben und viel Elektronik, mit Farbtöpfchen und Pinseln wurden Besuche in Hadmersleben ergänzt.

Der Inhalt für die "Modellküche" wurde beraten, die Geräte wie Kaffeemaschine, Würstchenwärmer und Mikrowelle wurden vorbereitet. Aber endlich war es soweit.

Dienstag, 13. Oktober: Das große Packen begann in Holzminden. Heinz und Holger trafen am Nachmittag in Hadmersleben ein, wenig später auch die „Anlagenfahrer" Peter und Horst mit dem 7,5 t LKW. (Denn den brauchen wir nun schon für unsere Ausstellungsanlage). Die Zuladung der Module von Erhardt und der Körbe mit der Fresserei war bald erledigt. Nun folgte noch ein anstrengender Erfahrungsaustausch in Erhardts Dienstabteil.

Mittwoch, 14. Oktober 1998: Früh um acht Uhr ging es gen Leipzig, wo wir trotz teilweise miserablen Wetters gegen elf Uhr eintrafen. Der Platz in der Messehalle III - Stand G 30 - war schnell gefunden und sorgsam wurden die Module, Zubehör und rollendes Material entladen.

Großes Chaos - (wie jedesmal vor dem Aufbau) - soll das unsere Anlage werden?

Gestärkt mit einer Tasse Kaffee und den mitgebrachten Stullen begann der Aufbau der Anlage, der so gegen 20 Uhr (fast) abgeschlossen war.

Holger und Manfred hatten das Hotel gesucht und gefunden - ein nettes Hotel in Böhlitz - Ehrenberg. Entfernung vom Messegelände 14 Kilometer, Fahrtzeit gute 20 Minuten. Gemütliches Abendessen, den Durst gestillt - ab ging es zum Federball. Trotz guter Kondition waren wir nach diesem anstrengenden Tag doch recht-schaffen müde.

Donnerstag, 15. Oktober 1998: Dann begann die Modell und Hobby 98 auch für uns. Schnell noch einmal umgeschaut, wurde festgestellt, wir hatten große Nachbarn - den Ausstellungsstand der Firma LGB im Rücken, den Stand von ROCO gegenüber. Viele alte und gute Modellbahnfreunde trafen wir wieder auf dieser Ausstellung, wie z.B. LGB-Bahner Heinz Perseke mit seinem schönen Diorama einer Lokwerkstatt, die Weltenbummler aus Kaarst mit ihrer N-Anlage und die Magdeburger Eisenbahnfreunde mit ihrer großen Magdeburger HO- Anlage.

Und nach einer kurzen Überprüfung der gesamten Anlage konnten wir zufrieden feststellen: alles funktioniert. Also, Donnerstagsrunde, an die Stellpulte! Heinz und Holger an den zentralen Pulten, Manfred am Alikendorfer Pult und Erhardt weihte den Bahnhof Peseckendorf ein. Horst war schöpferisch tätig und kleidete „Preiserleins" ein und half mit Peter überall und beide waren ausgezeichnete „Wechselbahner".

Die Besucher kamen, staunten, waren begeistert und wir freuten uns. Die LGB-Loks dampften, liefen einwandfrei und leisteten Schwerstarbeit, während die Geräuschsmodule zischten, läuteten und die Raucherzeuger taten ganze Arbeit.

Versorgt wurde nach Speiseplan. Auch das klappte bestens und alle wurden satt. Und die ersten planmäßigen Dienstfahrten mit „Kesselwasser" verliefen erfolgreich (die außerplanmäßigen selbstverständlich auch).

Der Abend wurde gemeinsam mit den Magdeburger Eisenbahnfreunden zu einem lebhaften Erfahrungsaustausch genutzt. Es war eigenartig, daß auch für betagte Modellbahner der Geräuschspegel des am Hotel vorbeiführenden Eisenbahn-verkehrs sich mit erhöhter Flüssigkeitsaufnahme merklich verringert. Ein Schelm ist, der Böses dabei denkt!

Freitag, 16. Oktober 1998: Rings um unsere Anlage waren Scheinwerfer aufgebaut. Warum? Der Mitteldeutsche Rundfunk wollte seine Sendung Telethek live von der Modell & Hobby 98 übertragen und hatte sich als Hintergrund unsere Anlage dazu ausgewählt.

Auch heute lief unsere Anlage ausgezeichnet. Planmäßiger Verkehr und Dienstfahrten wurden akkurat abgewickelt. Gegen elf Uhr trafen dann Verstärkungen ein: Dette und Frank als Stellwerker und dazu ein gewaltiger Nachschub für unsere Küche. Der Rosi und Margitta sei Dank. (Anneliese natürlich auch - aber Dette hatte vergessen, die Kuchen einzupacken).

Dank der Verstärkung durch die neuen Stellwerker konnten auch wir nun ausge-dehnte Runden durch die Ausstellung unternehmen und uns manchen stillen Wunsch erfüllen.

Dann am späten Nachmittag die Übertragung der Live-Sendung im Fernsehen. Unsere Anlage (und auch wir im Hintergrund) haben sich ausgezeichnet bewährt. Herrliche Bilder der Anlage wurden im MDR-Fernsehen übertragen.

Natürlich hatten wir uns vorgenommen, dem Leipziger Hauptbahnhof einen Besuch abzustatten und der großen Eisenbahn guten Abend zu sagen. Gesagt getan - nach den alten Versen, die J.W. Goethe in Faust I, Szene im Auerbachskeller, seinen Figuren in den Mund legt:

 

Die kommen eben von der Reise,

Man sieht's an ihrer wunderlichen Weise;

Sie sind nicht eine Stunde hier.

... Wahrhaftig, du hast recht! Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.


 

Diesen Wunsch konnten wir uns erfüllen, aber aus einem „gepflegten Bier" wurde nichts. Ich kam mir vor wie einer der alten Kater, die ihre Runden um das Dorf drehten.

Die Vernunft siegte - und sehr enttäuscht von dem Nachtleben Leipzigs und einem anstrengenden Fußmarsch - beschlossen wir den Abend in bewährter Weise wieder in der Hotelgaststätte. Einige von den Modellbahnern stellten am nächsten Morgen beim Frühstück im Hotel fest, daß die Bahn in der letzten Nacht doch sehr rücksichtsvoll war hinsichtlich des Lärmpegels. Aber unsere lieben Frauen hatten auch daran gedacht und die Küche mit einem großen Glas Rollmöpse ausgestattet.

Sonnabend, 17. Oktober 1998: Heute war Großkampftag. Liebe Besucher aus Holzminden, Hadmersleben, Dresden, Berlin und Hamburg konnten wir begrüßen. Dazu ein ungeahnter Besucherandrang. Was für ein Bild: zeitweise standen die Besucher in Viererreihen um die Anlage! Es war kaum möglich, Wasser für die Kaffeemaschine zu holen!

Aber alle wurden versorgt und zufriedengestellt. Die neuen Stellwerker Dette und Frank waren im siebten Gartenbahnerhimmel, nein, es muß richtig heißen: Dette arbeite bis zur Erschöpfung am Stellwerk im Bahnhof Alkikendorf, Frank leistete Schichten im Bahnhof Peseckendorf.

Inmitten der unzähligen Besucher konnten wir einen besonderen Gast begrüßen - Herrn Richter, Seniorchef der Firma Lehmann. Interessiert betrachtete er das Geschehen auf unserer Anlage und wurde von Peter und Heinz durch unsere Modellandschaft begleitet. Herr Richter nahm die Einladung zur Verkostung eines Gläschen Kesselwassers an. Mit großer Freude konnten wir ihn und seine Mitarbeiter vom Ausstellungsstand der LGB zu einem kleinen Erfahrungsaustausch begrüßen.

Ein gelungener Tag !

Sonntag, 18. Oktober 1998: Der Sonntag brachte wieder einen sehr beachtlichen Besucherandrang. Alle standen ihren Mann. Besonders hatte Horst zu tun, der diesmal unzählige Fragen zur Schöpfungsgeschichte der „Preiserleins" beantworten musste. Das Aufläufergebäck von Rosi wurde zum Renner in den Kaffeepausen und alle ließen sich dieses herrliche Gebäck munden.

Aber auch am Sonntag wurde es 18 Uhr und damit Schluß der Modell und Hobby 98 in Leipzig.

Wir, die Freunde der Hadmersleber-Holzmindener Donnerstagsrunde haben uns in Leipzig mit der vorgestellten Anlage viele Freunde gemacht und gezeigt, was für ein Leben mit Lehmanns Gartenbahn als Modulanlage dargestellt werden kann. Unsere Anlage lebte dank der vielen kleinen Extras, der technischen Raffinessen und der gestalteten Landschaft. Uns erfreute die Anerkennung, die ausgesprochen wurde, die glänzenden Augen der Kleinen und der Muttis, Vatis und Großeltern, Hobbyeisenbahner und der Experten.

Wir haben es gern getan, trotz mancher Mühen. 

Eine Werbung für die Modelleisenbahn!

 

Auf ein Neues, Freunde der Donnerstagsrunde!

Vielleicht Köln 2000?