Und sie bewegt sich doch....

Auf der Suche nach einem Antrieb für unsere Schiffschaukel Pola 1876 bin ich im “Das kleine Elektrobastelbuch” von Hagen Jakubaschk auf eine einfache Schaltung gestoßen. Der Antrieb besteht aus einer Spule und der Transistorschaltung (Bild). Als Transistor T1 funktioniert jeder Germanium Kleinleistungs- Transistor, zB. AC 153 und als Diode nehmen wir eine GY 100 oder ähnlich (Es eignen sich leider keine Silizium-Halbleiter) Statt der 1,5 V Batterie benötigt man eine Gleichspannung von 12 V.

 

Die Spule besteht aus 2 Wicklungen L1 und L2 (je 1200 Windungen) mit offenem Stabkern. Ich habe dazu 2 Faller-Stopspulen vom Car-System verwendet. Man muss sich dann einen längeren Eisenkern drehen (lassen) und die Halterung verlängern (siehe Zeichnung). Es eignet sich jedoch auch ein alter Telefonübertrager, auf dem stets mindestens 2 geeignete Wicklungen sind und von dem wir einfach eine Kernhälfte abschrauben, sodass in der Spule ein Kern übrigbleibt. Wichtig ist, daß man das Wicklungsende der unteren Spule mit dem Anfang der oberen Spule verbindet (ausprobieren).

 

In die Grundplatte der Schaukel bohrt man mittig vor der Gondel  und im Abstand von 135 mm von der vorderen Grundplattenkante ein Loch von d=10mm. Der Eisenkern wird dann mit den Spulen von unten in das Loch gesetzt und mit 2 Spax-Schrauben verschraubt. In der Gondel wird ein kleiner Magnet angeklebt.

Die Schaukel schwingt nicht von allein an. Man muss sie anstoßen - dann aber tritt der Magnet in Wechselwirkung mit der Spule und die verleiht der Schaukel jedesmal, wenn sie sich der Spule nähert, einen magnetischen “Schubs”, so daß sie weiter schwingt. Die Gondeln werden noch mit kleinen Preiserlein besetzt und schon ist die Anlage um eine Attraktion reicher.